Finanzaufsicht Bafin setzt Aufsichtsräte ab
Nach rund einem Jahr macht die Bafin erstmals von ihren erweiterten Kompetenzen Gebrauch. So soll insgesamt 10 Aufsichtsräten von Banken die eigene Aufgabe genommen werden. Gründe dafür sind Unzuverlässigkeit und mangelnde Kompetenz zum Bankengeschäft.
Ben Fischer, Sprecher der Bafin, erklärte, dass weder Kontrolleure von Großbanken noch von anderen systemrelevanten Geldhäusern von der Entscheidung betroffen sind. Zudem sind keine Aufsichtsräte von der Absetzung betroffen, die 2007 und 2008 nicht das richtige Auge für die Bank hatten.
Durch die Bafin werden ausschließlich die Aufsichtsräte kontrolliert, die seit Anfang August 2009 für Banken tätig sind. Die Einwände, die bei diesen bestehen dürften, bleiben jedoch überschaubar. Immerhin wurden seit dieser Zeit in Banken, Sparkassen und Volksbanken rund 3000 neue Kontrolleure in die Aufsichtsgremien berufen.
Bereits seit Beginn der Finanzkrise wird immer wieder darüber diskutiert, ob die Kontrolleure der Banken überhaupt dazu in der Lage sind die Geschäfte der Vorstände zu überwachen. Durch Studien wurde in der Vergangenheit regelmäßig darauf hingewiesen, dass die Finanzkompetenz der Kontrolleure in vielen Bereichen nur sehr gering ist. Vor allem sollen die Kontrolleure aus Landesbanken und staatlichen Förderbanken davon betroffen sein.